Schüleraustausch in Lebu, Chile

Chile, ein Land voller Kontraste

In diesem Jahr flog nach langer Zeit eine Delegation aus vier Lehrern und sechs Schülern vom Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold nach Chile, um unseren Partnerschulen einen Besuch abzustatten.

Chile ist ein langes, schmales Land, das sich an der westlichen Seite Südamerikas erstreckt und eine Pazifikküste von über 6.000 km aufweist. Die Hauptstadt Santiago liegt in einem Tal, das von den Anden und der chilenischen Küstengebirgskette umgeben ist.

Nach einer 34-stündigen Zug-, Flug- und Busreise erreichten wir unsere Partnerschule im Fischerort Lebu, im Süden von Chile. Trotz des guten ersten Eindrucks und der freundlichen Begrüßung, muss man leider feststellen, dass die Sprachbarriere doch ein ziemliches Hindernis darstellte. Dies lag daran, dass die ländliche Bevölkerung der englischen Sprache kaum mächtig war. In den urbanen Regionen besserte sich die Situation ein wenig. Man war daher auf Spanischkenntnisse, einen Übersetzer oder Hände und Füße angewiesen.

Nach einer offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister besuchten wir im Laufe der ersten Woche Schulen in Lebu und Curanilahu. Wir konnten uns einige Unterrichtsstunden anschauen einen Eindruck von dem Schulsystem und den Lehrmethoden erhalten. Wir waren erstaunt über die Unterrichtsmaterialien und den Frontalunterricht, den man aus Deutschland nicht mehr in der Form gewohnt ist. Leider fehlt es den Schülern an Respekt vor den Lehrern, sodass man sie oft während des Unterrichts mit dem Smartphone spielen sieht.

„So kann es nicht weitergehen!!!“, sagten wir uns. Nach kurzer Zeit hatten wir einen Workshop für die Lehrer auf die Beine gestellt, um unsere Erfahrungen aus dem deutschen Unterreicht zu teilen und alternativen zum Frontalunterricht aufzuzeigen. Nach anfänglicher Skepsis war die Resonanz am Ende dennoch positiv.

In den nächsten zwei Tagen wurden wir gebeten, den Schülern in den zwei Partnerschulen Präsentationen über das deutsche Schulsystem, über unsere Schule in Detmold und über unsere Heimatregion zu halten. Um die Zeit besser zu nutzen wurden unsere Gruppen geteilt.

Unsere Tage haben wir immer bestmöglich mit Aktivitäten gefüllt, um Eindrücke zu sammeln uns Leute zu treffen. Besondere Ereignisse waren dabei der Nahulbuta Nationalpark und die Spezialitäten der chilenischen Küche.

Die letzten Tage verbrachten wir in den Schulen. Außerdem kamen noch Exkursionen wie die Besichtigung einer Holzverarbeitungsfabrik, sowie ein Besuch eines Minenmuseums in Curanilahu hinzu Am Dienstag gab es für uns eine riesige Verabschiedung in der Sporthalle. Es gab eine große Aufführung mit chilenischer Musik und volkstypischen Tänzen. Am Ende bekam die ganze Gruppe noch ein Zertifikat und kleine Verabschiedungsgeschenk.

Auf dem Heimweg hatten wir Zwischenstopps mit Stadtbesichtigungen in Conception (Landeshauptstadt), Valparaiso im Norden Chiles und Santiago de Chile, die Hauptstadt Chiles eingelegt.

Am Sonntag wurden wir dann gegen 15 Uhr chilenischer Uhrzeit vom Flughafenshuttle abgeholt und flogen Heim. Nach einer 27-Stündigen Reise mit fünf Stunden Zeitverschiebung erreichten wir unser trautes Heim in Lippe.

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